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Dupilumab als Gamechanger?
Alles über die Spritzentherapie bei Neurodermitis
Hallo liebe Eltern 👋
Wenn Neurodermitis immer wieder aufflammt, den Schlaf stört oder den Alltag stark belastet, reicht die klassische Behandlung manchmal nicht mehr aus. In dieser Folge geht es um das Medikament Dupilumab: Wie sicher ist es und wann wird es eingesetzt?
👉 Du erfährst:
✅ Wie Dupilumab wirkt – und warum es ein echter Fortschritt ist
✅ Für welche Kinder die Therapie geeignet ist und wie sicher sie langfristig ist

Hier kommst du direkt zur Podcastfolge 🎧
Was Dupilumab ist – und wann es deinem Kind helfen kann
Dupilumab ist ein sogenanntes Biologikum – ein moderner Antikörper, der gezielt zwei wichtige Botenstoffe der Neurodermitis blockiert: IL-4 und IL-13. Dadurch wird nicht das gesamte Immunsystem gedämpft, sondern nur der „Schalter“, der die Entzündung antreibt.
Die Spritze ist zugelassen für Kinder ab sechs Monaten. Sie wird alle zwei oder vier Wochen in Bauch, Oberschenkel oder Oberarm gegeben. Dupilumab ist eine Langzeittherapie. Beim Absetzen kommt es oft zu Rückfällen, aber meist milde.
Dupilumab wird eingesetzt, wenn:
Basistherapie und Kortison/Calcineurininhibitoren nicht mehr ausreichen
der Alltag stark eingeschränkt ist (z. B. Schlafprobleme, häufige Schübe)
Kinder sehr kortisonabhängig sind
Infektionen durch Ekzeme immer wieder auftreten (z. B. Impetigo, Eczema herpeticatum)
Für viele ist Dupilumab ein Gamechanger: Bei 50–70 Prozent der Kinder verbessert sich die Haut innerhalb von 16 Wochen um 75 Prozent. Der Juckreiz nimmt oft schon nach zwei bis vier Wochen ab. Das heißt: Viele Kinder können wieder schlafen, sich besser konzentrieren – und ihren Alltag zurückgewinnen.
Was du über Nebenwirkungen wissen solltest
Und doch fürchten viele Eltern Nebenwirkungen des Biologikums. Studien über bis zu fünf Jahre zeigen aber ein stabiles Sicherheitsprofil.
keine Zunahme schwerer Infektionen
keine Wachstumsstörungen
keine Hinweise auf Organ- oder Krebserkrankungen
Blutkontrollen sind daher nicht nötig!
Häufigere, aber meist milde Nebenwirkungen sind etwa Bindehautentzündungen (fünf bis zehn Prozent der Fälle, bei Jugendlichen bis zu 30 Prozent), Injektionsreaktionen wie Rötung und Brennen, Schnupfen oder Erkältungen, sowie das sogenannte „Head & Neck“-Ekzem: eine vorübergehende Verschlechterung an Gesicht oder Hals, das in circa 20 Prozent der Fälle auftritt. Sie alle lassen sich aber gut managen.
Fazit 💬
Dupilumab kann für Kinder mit schwerer Neurodermitis ein echter Wendepunkt sein:
gezielte Therapie, die das Immunsystem nicht unterdrückt
schnelle Juckreizlinderung
wenige und gut behandelbare Nebenwirkungen
langfristig sicher, ohne routinemäßige Blutkontrollen
Wenn Neurodermitis den Alltag massiv beeinträchtigt, kann Dupilumab deinem Kind helfen, wieder besser zu schlafen, weniger zu kratzen – und endlich zur Ruhe zu kommen.

Diese Empfehlungen ersetzten nicht die professionelle ärztliche Beratung. Bitte wende dich mit konkreten Fragen an einen Haut- oder Kinderarzt. Sollten Produkte genannt oder empfohlen werden, handelt es sich um unbezahlte Werbung.
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Das war’s für diese Woche! Mit hautfreundlichen Grüßen und bis nächsten Sonntag,
💛 Benedikt von der Kompass Redaktion
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