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Heuschnupfen richtig behandeln
Was eine Hyposensibilisierung leisten kann
Hallo liebe Eltern 👋
Ein paar Wochen Schnupfen im Sommer? Manchen Eltern mag die medikamentöse Behandlung von Heuschnupfen unverhältnismäßig vorkommen. Doch für viele Kinder bedeutet eine Allergie mehr als eine laufende Nase.
In dieser Folge erklärt Kinderärztin Monique Tettenborn die Hintergründe zur Heuschnupfen-Therapie.
👉 Du erfährst:
✅ Warum Heuschnupfen behandelt werden sollte
✅ Welche Therapien wirklich helfen
✅ Was Hyposensibilisierung leisten kann

Hier kommst du direkt zur Podcastfolge 🎧
Warum Heuschnupfen mehr ist als eine laufende Nase
Heuschnupfen kann die Lebensqualität von Kindern deutlich einschränken. Typische Folgen sind Schlafstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Einschränkungen in Kita, Schule und Sport. Auch Kinder mit Neurodermitis leiden oft unter stärkerem Juckreiz und mehr Kratzen während der Pollensaison.
Wichtig zu wissen: Allergien können sich im Laufe der Zeit verändern und weitere Atemwege betreffen. Für die Allergen-Immuntherapie gibt es Hinweise darauf, dass sie das Risiko für die Entwicklung von Asthma senken kann.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Grundsätzlich gibt es zwei Therapieansätze: die symptomatische Therapie und die Allergen-Immuntherapie.
Erstens: Die symptomatische Therapie lindert Beschwerden, behandelt aber nicht die Ursache der Allergie.
Dazu gehören:
Antihistaminika wie Cetirizin, Loratadin oder Desloratadin
Nasensprays mit Kortison oder Antihistaminika
antiallergische Augentropfen
abschwellende Nasensprays – allerdings nur kurzfristig für maximal drei bis sieben Tage
Viele Eltern haben Angst vor Nebenwirkungen. Monique beruhigt: Moderne Antihistaminika machen meist nicht müde, und Kortison-Nasensprays wirken lokal. Sie haben gute Sicherheitsdaten bei Kindern und machen nicht abhängig.
Zweitens: Die Allergen-Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt. Wer die Ursache der Allergie behandeln möchte, sollte darüber nachdenken. Dabei wird das Immunsystem schrittweise an das Allergen gewöhnt und lernt, toleranter zu reagieren.
Eine Hyposensibilisierung kommt infrage, wenn:
eine IgE-vermittelte Allergie nachgewiesen wurde (das Immunsystem bildet sogenannte IgE-Antikörper gegen eigentlich harmlose Stoffe)
die Beschwerden klar zum Allergen passen
ein relevanter Leidensdruck besteht
andere Medikamente nicht ausreichend helfen
Die Behandlung dauert meist drei Jahre und erfolgt entweder mit Spritzen in der Arztpraxis oder mit Tabletten beziehungsweise Tropfen für zu Hause. Die Erfolgsaussichten sind gut: Viele Kinder haben nach der Behandlung deutlich weniger Beschwerden und benötigen weniger Medikamente. Geduld und Regelmäßigkeit sind entscheidend.
Aber: Nicht jedes Kind ist nach der Behandlung vollständig beschwerdefrei.
Fazit 💬
Heuschnupfen ist mehr als eine laufende Nase.
Allergiesymptome können Schlaf, Konzentration und Lebensqualität beeinträchtigen
Moderne Medikamente sind wirksam und gut untersucht
Die Hyposensibilisierung behandelt die Ursache der Allergie, Geduld ist dabei gefragt
Je früher eine passende Behandlung beginnt, desto besser lassen sich Beschwerden oft kontrollieren.
Nützliche Links
🌿 Informationen rund um Allergien, Symptomchecker, Aktionsplan und Facharztsuche: Allergiecheck.de/kinder
📱 Digitales Symptomtagebuch zum Tracken von Beschwerden: Die Klarify-App für das iPhone oder Android
📘 Buchtipp: Total allergisch – na und?

Diese Empfehlungen ersetzten nicht die professionelle ärztliche Beratung. Bitte wende dich mit konkreten Fragen an einen Haut- oder Kinderarzt. Sollten Produkte genannt oder empfohlen werden, handelt es sich um unbezahlte Werbung.
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Das war’s für diese Woche! Mit hautfreundlichen Grüßen und bis nächsten Sonntag,
💛 Benedikt von der Kompass Redaktion

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