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Neurodermitis: Echte Fälle aus der Praxis
Was Eltern von anderen Betroffenen lernen können
Hallo liebe Eltern 👋
Neurodermitis beginnt oft schon im Babyalter – mit trockenen Stellen, Juckreiz und viel Unsicherheit. Dr. Michael Dördelmann ist Chefarzt in Deutschlands nördlichster Kinderklinik in Flensburg. Heute sprechen Tati, Felix und er über einen seiner kleinen Patienten mit Neurodermitis und wie man in einem solchem Fall am besten hilft.
👉 Du erfährst:
✅ Woran du erkennst, ob trockene Babyhaut bereits Neurodermitis ist
✅ Warum konsequente Pflege wichtig ist – und wann Kortison nötig wird

Hier kommst du direkt zur Podcastfolge 🎧
Woran du frühe Neurodermitis erkennst – und wie du sofort helfen kannst
Beispiel: Die kleine Mila (sieben Monate) wird in Dr. Dördelmanns Klinik gebracht. An ihren Wangen und Beugen zeigt sich trockene, rote Haut, die zunehmend jucken. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Haut entzündet ist.
Das solltest du nun tun: täglich ein bis zwei Mal konsequent von Kopf bis Fuß mit Pflegecreme eincremen – denn das schützt die Hautbarriere und ist entscheidend dafür, dass keine Allergene über die Haut eindringen.
Geeignete Produkte für eine duftstofffreie Basispflege (z.B.):
Babylove Ultra Sensitive Körperlotion (Drogeriemarkt)
Babydream MED Pflegelotion (Drogeriemarkt)
HIPP Familiencreme hochverträglich (Drogeriemarkt)
Ceramol 311 Basiscreme (Apotheke)
Sanacutan Basiscreme (Apotheke)
Gut zu wissen: Beikost oder einzelne Lebensmittel sind in den allermeisten Fällen nicht die Ursache für die Hautbeschwerden – sie lösen Neurodermitis nicht aus. Daher: unnötige Diäten vermeiden! Einschränkungen können sogar schaden, weil sie die Toleranzentwicklung verhindern und zu Mangelerscheinungen führen können.
Wann Kortison notwendig ist – und warum du keine Angst davor haben musst
Doch was, wenn die Stellen trotz guter Pflege bleiben oder sich verschlimmern? Hier kommt häufig Kortison ins Spiel. Milas Eltern fragen sich aber: Ist ihr Kind mit sieben Monaten nicht zu jung für Kortisoncreme?
Die Antwort lautet ganz klar: Nein!
Kortison kann schon im Säuglingsalter eingesetzt werden – in altersentsprechender Wirkstärke und idealerweise einmal täglich.
Richtig angewendet ist es sicher und reduziert sehr wirksam Entzündung und Juckreiz in der Haut.
Wichtig ist ein klares Schema: zu Beginn intensiv behandeln, dann langsam reduzieren, sobald die Entzündung zurückgeht.
Fazit 💬
Neurodermitis ist schon im Babyalter gut behandelbar, wenn du früh reagierst:
Typische Stellen + Juckreiz ernst nehmen.
Tägliche Basistherapie ist der wichtigste erste Schritt.
Kortisoncreme vom Arzt verordnet – sicher und wirksam, auch bei Babys.
Am wichtigsten: Dranbleiben! Leider sind Schübe normal – den meisten Kindern geht es aber mit der Zeit deutlich besser.
Weitere Folgen zum Thema:
🎧#83 ALLERGIE: Was bringt ein Allergietest?
🎧#82 NEURODERMITIS: Warum wird die Haut immer wieder schlechter?
🎧#63 NEURODERMITIS: Endlich die Ursachen verstehen
🎧#59 Mein Kind hat Neurodermitis: Zwischen Juckreiz, Tränen und Hoffnung - mit Mirja Zitzer

Diese Empfehlungen ersetzen nicht die professionelle ärztliche Beratung. Bitte wende dich mit konkreten Fragen an einen Haut- oder Kinderarzt. Sollten Produkte genannt oder empfohlen werden, handelt es sich um unbezahlte Werbung.
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Das war’s für diese Woche! Mit hautfreundlichen Grüßen und bis nächsten Sonntag,
💛 Benedikt von der Kompass Redaktion
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