Von Neurodermitis bis Dornwarzen

Eure Fragen, unsere Antworten

Hallo liebe Eltern 👋 

Wir hoffen, ihr hattet wundervolle Feiertage! Zum Jahresabschluss widmen wir uns nochmal euren Fragen.

👉 Du erfährst:
Was bei Neurodermitis in Schwangerschaft und Stillzeit erlaubt ist
Wie du bei einer Dornwarze am großen Zeh deines Kindes sinnvoll vorgehst

Hier kommst du direkt zur Podcastfolge 🎧

Neurodermitis während Schwangerschaft und Stillzeit — welche Therapie ist okay?

Viele Mütter klagen über Neurodermitis während der Schwangerschaft und Stillzeit. Die Sorge ist groß, dem Kind mit einer Behandlung zu schaden. Aber: Pflege ist Pflicht, Entzündung darf behandelt werden – auch in dieser Phase.

Die Grundlage bleibt immer die konsequente Basispflege mit fettreichen, reizarmen Cremes. Reicht das nicht aus, sind lokale antientzündliche Therapien möglich und sicher:
Kortison der Klassen II–III sowie Tacrolimus oder Pimecrolimus können gezielt eingesetzt werden, allerdings nicht dauerhaft.

Bei schwerem Verlauf kann eine systemische Therapie erwogen werden.

Systemische Therapie in der Schwangerschaft:

  • Ciclosporin A (erste Wahl)

  • Prednisolon bei starken Schüben

  • Azathioprin als mögliche Option

  • Nicht empfohlen: JAK-Inhibitoren, Methotrexat, Mycophenolat; für Dupilumab fehlen ausreichende Daten

Systemische Therapie in der Stillzeit:

  • Ciclosporin A (1. Wahl)

  • Dupilumab (2. Wahl)

  • Azathioprin

  • Prednisolon bei Schüben

  • Nicht empfohlen: JAK-Inhibitoren, Methotrexat, Mycophenolat-Mofetil

Stillen ist unter diesen Therapien ausdrücklich möglich und sollte nicht unnötig beendet werden.

Dornwarze am großen Zeh — was tun?

Eine weitere Elternfrage betrifft Dornwarzen. Sie können schmerzhaft sein, sind aber harmlos. Wichtig ist vor allem Geduld: Dornwarzen verschwinden oft spontan, das kann aber Monate dauern.

Was sinnvoll hilft:

  • Salicylsäure als Therapie erster Wahl, auftragen und mit Pflaster für drei Tage abdecken, Wiederholung bis zur Abheilung

  • ggf. Kombination mit Vereisen (durch flüssigen Stickstoff)

  • Druckentlastung (z. B. bequeme Schuhe, Barfußgehen, entlastende Einlagen durch Orthopäden)

Wichtig: Wenn die Warze sehr schmerzhaft ist, das Gehen beeinträchtigt oder sich entzündet, solltest du sie ärztlich beurteilen lassen.

Fazit 💬

  • Neurodermitis darf auch in Schwangerschaft und Stillzeit behandelt werden

  • Dornwarzen sind hartnäckig, aber meist gut beherrschbar

  • Geduld, konsequente Therapie und realistische Erwartungen helfen in beiden Fällen

Weitere Folgen zum Thema:

Diese Empfehlungen ersetzten nicht die professionelle ärztliche Beratung. Bitte wende dich mit konkreten Fragen an einen Haut- oder Kinderarzt. Sollten Produkte genannt oder empfohlen werden, handelt es sich um unbezahlte Werbung.

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Das war’s für diese Woche! Mit hautfreundlichen Grüßen und bis nächsten Sonntag,

💛 Benedikt von der Kompass Redaktion

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