Wird aus Neurodermitis später ein Asthma?

Was du über den atopischen Marsch wissen musst

Hallo liebe Eltern 👋 

Viele Eltern lesen irgendwann, dass Kinder mit Neurodermitis ein erhöhtes Risiko für weitere allergische Erkrankungen haben. Plötzlich tauchen neue Sorgen auf: Entwickelt mein Kind später eine Nahrungsmittelallergie? Bekommt es Heuschnupfen? Oder sogar Asthma?

In dieser Folge erklärt Kinderärztin Monique Tettenborn, was hinter dem sogenannten atopischen Marsch steckt – und was Eltern tatsächlich tun können.

👉 Du erfährst:

✅ Warum Neurodermitis das Risiko für weitere Allergien erhöhen kann
✅ Welche Maßnahmen im Alltag wirklich sinnvoll sind

Hier kommst du direkt zur Podcastfolge 🎧

Was bedeutet „atopischer Marsch“?

Der atopische Marsch beschreibt eine typische Entwicklung allergischer Erkrankungen im Kindesalter. Häufig beginnt sie mit Neurodermitis, später können Nahrungsmittelallergien, Heuschnupfen oder Asthma hinzukommen.

Wichtig ist aber: Nicht jedes Kind durchläuft diesen Weg. Der atopische Marsch ist keine Vorhersage, sondern ein Risikomodell. Viele Kinder mit Neurodermitis entwickeln nie weitere Allergien.

Wie hoch das Risiko ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel vom Schweregrad und Zeitpunkt des Auftretens der Neurodermitis, von der familiären Vorbelastung oder von genetischen Faktoren.

Was können Eltern konkret tun?

Die gute Nachricht: Es gibt einige Faktoren, die Eltern beeinflussen können. Ziel ist vor allem, die Hautbarriere zu schützen und Entzündungen gut zu kontrollieren.

Monique empfiehlt:

  • Neurodermitis konsequent behandeln

  • die Haut regelmäßig pflegen

  • eine rauchfreie Umgebung schaffen

  • normales Spielen und Toben ermöglichen

  • Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen

Besonders wichtig: Die Einführung potenziell allergener Lebensmittel wie Erdnuss oder Hühnerei sollte im Beikostalter nicht unnötig verzögert werden. Ein Verzicht schützt nicht vor Allergien. Ebenso kann auch übertriebene Hygiene eher schaden.

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Eltern sollten außerdem mögliche Asthma-Symptome kennen, um rechtzeitig eingreifen zu können. Dazu gehören:

  • wiederkehrender oder nächtlicher Husten

  • Husten bei Sport oder Toben

  • pfeifende Atmung

  • Atemnot

  • wiederkehrende Beschwerden bei Infekten

👉 Wichtig: Solche Symptome sollten frühzeitig kinderärztlich abgeklärt werden. Nicht monatelang abwarten.

Fazit 💬

Die gute Nachricht: Der atopische Marsch ist kein Automatismus.

  • Viele Kinder mit Neurodermitis entwickeln keine weiteren Allergien.

  • Eine gute Hautpflege und konsequente Behandlung können helfen, das Risiko zu beeinflussen.

  • Allergien und Asthma sollten früh erkannt und behandelt werden.

Und ganz wichtig: Eltern tragen keine Schuld, wenn ihr Kind weitere Allergien entwickelt.

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Das war’s für diese Woche! Mit hautfreundlichen Grüßen und bis nächsten Sonntag,

💛 Benedikt von der Kompass Redaktion

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